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Der TagEd Sheeran steht vor Gericht - und hat Angst, "erledigt" zu werden

04.05.2023, 13:47 Uhr

Derzeit stehen für Ed Sheeran regelmäßige Gerichtstermine in New York auf dem Programm. Und dabei geht es nicht nur um Plagiatsvorwürfe wegen eines Songs des britischen Sängers - sondern womöglich um die Zukunft einer ganzen Branche. Denn die eigentliche Frage bei dem Prozess ist: Sind Akkordfolgen urheberrechtlich geschützt? Sheeran ist angeklagt, bei seinem Hit "Thinking Out Loud" beim US-Soul-Sänger Marvin Gaye abgeschrieben zu haben. Geklagt haben die Erben des Songwriters Ed Townsend, der den Soul-Klassiker "Let's Get It On" aus dem Jahr 1973 zusammen mit Gaye verfasste. Gayes Hit habe "auffällige Ähnlichkeiten und offensichtliche Gemeinsamkeiten" mit Sheerans Song "Thinking Out Loud" von 2014, sagen die Kläger.

Der Prozess ist der jüngste in einer Reihe hochkarätiger Urheberrechtsfälle, welche die Branche in Aufruhr versetzen. Vor Gericht griff Sheeran in seiner Verzweiflung sogar zur Gitarre, um Richtern und Geschworenen zu beweisen, dass die beanstandete Akkordfolge seines Songs ein grundlegender Baustein der Popmusik sei, der nicht urheberrechtlich geschützt werden könne. Andere Songwriter hätten ihm gesagt "Du musst für uns gewinnen", erklärte Sheeran. Setzten sich die Kläger durch, "dann bin ich erledigt", sagte der 32-Jährige mit verzweifelter Stimme. "Ich finde es wirklich beleidigend, wie die Arbeit meines ganzen Lebens von jemandem herabgesetzt wird, wenn er sagt, dass ich geklaut habe."

Quelle: ntv.de