Der TagEin tropischer Schmetterlingswald in den Alpen?

Ja, Sie haben richtig gelesen. Das ist aber keine Meldung zum Thema Klimawandel - also nicht in erster Linie. In den Alpen gibt es tatsächlich ein tropisches Gewächshaus. Der Schmetterlingswald im italienischen Trient ist ein Projekt des Wissenschaftsmuseums Museo delle Scienze (MUSE). Er beherbergt in der Region heimische Pflanzenarten sowie Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische aus verschiedenen Teilen der Welt - und das alles auf einer Fläche von 600 Quadratmetern in einem Wald mit Klippen, Hängen und einem Wasserfall. Ziel der Studien von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Museums ist es, die Biodiversität weltweit gegen Bedrohungen wie Abholzung und Klimawandel zu schützen.
Aber warum in den Alpen? Der Park ist den Udzungwa-Bergen nachempfunden, einem Regenwaldgebiet im Süden Tansanias, das weltweit zu den Hotspots der biologischen Vielfalt gehört. Und hoch gelegene Gebiete wie der Udzungwa-Berge eignen sich nach Angaben von Entomologen gut für die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels, da der Mensch dort in der Regel keinen direkten Einfluss nimmt. Wie andere Wissenschaftler mahnt Gobbi, dass Insekten dringend vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt werden müssten. Falls das nicht gelinge, würden die Chancen der Erde auf eine nachhaltige Zukunft drastisch verschlechtert.