Der TagEine Ode an die Nacktheit

Noch schnell erwähnt: Eine Buchempfehlung meiner Kollegin Sabine Oelmann aus dem Ressort Leben: Die in Südafrika geborene und in Berlin lebende Fotografin Caroline Mackintosh erforscht in "An Ode to Nude" die Verbindung zwischen dem menschlichen Körper und der Natur und stellt damit unseren urbanen Lebensstil infrage. Sie porträtiert Menschen, die ihre Geschichten über die Synergie zwischen nackten Körpern und unberührter Natur erzählen. Ihre rohe Authentizität, eingefangen mit dem weiblichen Blick durch eine analoge Kamera, verstärkt den Kontrast zur digitalen und urbanen Welt der heutigen Gesellschaft.
Entstanden ist eine vielfältige Mischung aus Einzelpersonen, Familien, Paaren und Freundesgruppen, deren Geschichten im Bildband vereint sind: Es geht nicht um die Hülle, nicht um Schönheit im üblichen Sinne, es geht um die Wiedererlangung des Selbstwertgefühls nach körperlichen Veränderungen oder aufgrund des Alters; es geht um ein Danach bei Operationen, Schwangerschaft und Mutterschaft, die Suche nach Freiheit und Akzeptanz.
Mackintoshs Arbeit will Nacktheit entstigmatisieren und Mensch und Natur wieder miteinander verbinden, um die von der Gesellschaft auferlegten Barrieren der Abgrenzung zu überwinden. Heute, am Freitag, 13. September, von 19 Uhr bis 22 Uhr, kann man Caroline Mackintosh im RENEGAT in der Torstraße 106 während der Berlin Art Week treffen. Das Buch ist im Handel bei C/O Berlin, Buchhandlung Walther König oder hier erhältlich.