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Der TagEritreer in der Schweiz sind wütend auf Bahnsteig-Angreifer

30.07.2019, 14:49 Uhr

Nachdem ein im Kanton Zürich gemeldeter Eritreer gestern einen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden Zug am Frankfurter Hauptbahnhof gestoßen hat, zeigt sich die eritreische Gemeinschaft in der Schweiz schockiert. Die Menschen seien zutiefst bestürzt, sagte Yonas Gebrehiwet, Mediensprecher des Eritreischen Medienbund Schweiz der Zeitung "Blick".

Dass ein Kind gestorben ist, sei einfach schrecklich. Die Gemeinschaft fürchte nun die Reaktionen aus der Schweizer Gesellschaft: "Wir haben Angst, dass das Geschehene gegen uns eingesetzt wird", sagte Gebrehiwet weiter. "So etwas wird benutzt, um Angst und Hass zu verbreiten. Es wird dadurch wieder Öl ins Feuer gegossen."

Die Eritreer in der Schweiz seien wütend auf den Mann, sagte der Sprecher. "Die Leute haben einen Hass auf den Täter. Er zieht eine ganze Nation in den Dreck", sagt Gebrehiwet. Er ist erschüttert: "Wir selbst setzten uns für eine gerechtere Gesellschaft ein und dann passiert so etwas", sagte Gebrehiwet zu "Blick".