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Der TagErschossenes Zebra - Besitzer: "Das war Mord"

04.10.2019, 09:08 Uhr
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Statt Betäubungsmittel kam scharfe Munition zum Einsatz, um "Pumba" zu stoppen. (Foto: picture alliance/dpa)

War das wirklich notwendig? Dieser Frage geht nun die Polizei im Fall eines erschossenen Zebras nach. Im mecklenburg-vorpommerschen Tessin waren zwei Zebras aus einem Zirkus ausgebüxt. Eines davon verursachte auf der A20 einen Autounfall – und wird wenig später erschossen.

Die Flucht von Zebra "Pumba" - und sein Leben - endet im kleinen Ort Liepen. Dort wird das Tier von einem Mitarbeiter der Tierrettung mit zwei Schüssen getötet.

"Ich sitze hier im Wohnwagen und bin nur am Heulen. Ich kann das alles gar nicht in Worte fassen", sagt der Besitzer laut "Bild"-Zeitung. "Ich war ständig in Kontakt mit der Polizei. Die haben alles richtig gemacht. Die haben mir gesagt, dass das Tier betäubt werden soll, gingen ja selbst davon aus. Aber wieso der Mann von der Feuerwehr das Tier erschießen musste, verstehe ich nicht. Das war Mord! Mein Herz ist gebrochen."

Der Zirkus hat angekündigt, Anzeige gegen den Feuerwehrmann, der die Schüsse abgab, zu erstatten. Bei der Tötung eines "Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund" drohen bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe.