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Der TagErst jahrelang Dürre, dann Starkregen: Überschwemmungen fordern Todesopfer in Ostafrika

29.11.2023, 11:29 Uhr

Das durch eine Erwärmung des tropischen Pazifiks entstehende Wetterphänomen El Niño verursacht alle zwei bis sieben Jahre eine "Umkehrung" des Wetters mit schwerem Regen in Dürregebieten und Trockenheit in sonst niederschlagsreichen Gebieten. Klimaforschern zufolge verstärkt die voranschreitende Klimaerwärmung besonders heftige El Niño-Ereignisse. Das bekommt derzeit Ostafrika zu spüren: Nach wochenlangen schweren Regenfällen melden Regierungen und UN immer mehr Tote und Flut-Flüchtlinge. Allein in Kenia und Somalia kamen insgesamt mehr als 200 Menschen ums Leben.

Wie die UN-Nothilfeorganisation OCHA berichtete, ist die Zahl der Toten in Somalia auf 96 gestiegen, 746.000 Menschen flohen vor den Fluten aus ihren Städten und Dörfern. Insgesamt werde von zwei Millionen betroffenen Menschen in dem Land am Horn von Afrika ausgegangen. Auch im Nachbarland Kenia spitzt sich die Lage zu. Raymond Omollo, der Innenminister des ostafrikanischen Landes, sprach bereits am Dienstag bei einem Krisentreffen von mindestens 120 Todesopfern. Außerdem seien Menschen aus fast 90.000 Haushalten vor den Fluten geflohen und in 120 provisorisch errichteten Lagern untergebracht worden. Zur Gesamtzahl der Betroffenen machte er keine Angaben.

Quelle: ntv.de