Der TagErste Hinrichtung in den USA seit Anfang März vollzogen
Praktisch bis zur letzten Minute versuchten die Anwälte von Walter Barton, dessen Hinrichtung zu verhindern. Das Oberste Gericht in Washington wies ihren Eilantrag am Dienstag jedoch ab. Das Leben des Strafgefangenen wurde schließlich im Bundesstaat Missouri mit einer Giftspritze beendet. Es handelte sich um die erste Exekution in den Vereinigten Staaten seit Anfang März, als die Corona-Maßnahmen ihren Anfang nahmen.
Noch in seinen letzten Worten beteuerte der 64-Jährige seine Unschuld. "Ich, Walter Arkie Barton, bin unschuldig, sie exekutieren einen unschuldigen Mann", sagte er nach Angaben von Augenzeugen. Barton war wegen des Mordes an einer 81-jährigen Frau im Jahr 1991 in einer Wohnwagensiedlung der Stadt Ozark verurteilt worden. Der Schuldspruch erging erst 15 Jahre nach der Tat in Bartons fünften Prozess zu dem Fall. Die Hauptindizien waren Blutflecken auf seiner Kleidung und die Aussagen eines Informanten aus dem Gefängnis.