Der Tag

Der TagEs gibt Wölfe, und es gibt Polarwölfe

21.06.2021, 09:49 Uhr

Die einen sollen abgeschossen werden, die anderen werden gepäppelt: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich just für einen gezielten Abschuss einzelner Wölfe ausgesprochen, da in einigen Bundesländern wie etwa Niedersachsen ein "guter Erhaltungszustand beim Wolf erreicht" sei, so Klöckner in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Im Saarland hingegen tanzt man lieber mit dem Wolf: Dort sind sie noch klein, können aber schon richtig gut heulen.

Tatjana Schneider, die den Wolfspark Werner Freund im saarländischen Merzig leitet, begrüßt ihre Polarwolf-Welpen mit einem ausdrucksstarken "Auuuuu ..." und legt sich zu den Welpen. Die Freude ist groß, ist es doch der erste Nachwuchs seit fast zehn Jahren. Fünf bis sechs Monate bleibt das kleine Rudel zusammen, dann soll jedes Tier ein eigenes Gehege bekommen. Insgesamt 19 Wölfe zählt der Park auf einer Fläche von zwölf Hektar. "Bei uns führen die Wölfe ihr eigenes Leben," so die Expertin. Es gebe "keine Spaziergänge mit Wölfen an der Leine" oder "Anheulen des Vollmonds um Mitternacht mit 40 Leuten im Park". Noch sind Yuki, Anyu und Nova für Besucher nicht zu sehen. Ab Anfang Juli aber sollen sie abends am Haus vor dem Parkeingang zeitweise in ein Gehege gelassen werden, in das Besucher schauen können. Und ab Oktober - so der Plan - werden die dann weißen Polarwölfinnen ihren festen Platz im zugänglichen Park haben.

Quelle: ntv.de