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Der TagFamilie von Malcom X verklagt FBI, CIA und Polizei

15.11.2024, 21:49 Uhr

Die Familie des ermordeten US-Bürgerrechtlers Malcom X verklagt das FBI, die CIA und die New Yorker Polizei. Der Vorwurf: Sie sollen von den Attentatsplänen gewusst und die Tat geschehen lassen haben. Die Angehörigen fordern 100 Millionen US-Dollar Entschädigung. "Wir glauben, dass sie sich alle verschworen haben, um Malcolm X, einen der größten Vordenker des 20. Jahrhunderts, zu ermorden", sagt ein Anwalt der Familie. Malcolm X war 1965 bei einem Auftritt im New York von drei Angreifern erschossen worden. Verurteilt wurden drei Männer, die der muslimischen Schwarzen-Bewegung Nation of Islam angehörten, mit der Malcolm X gebrochen hatte. Zwei von ihnen kamen Mitte der 1980er Jahre frei, nachdem sie rund zwei Jahrzehnte unschuldig im Gefängnis saßen. Die New Yorker Justiz hob die Schuldsprüche gegen die beiden Männer erst 2021 auf und räumte "schwere Justizirrtümer" ein. Ein dritter Verurteilter hatte vor Gericht seine Schuld gestanden und die beiden anderen Männer als unschuldig bezeichnet.

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Die Familie der Bürgerrechtsikone reicht Klage ein, das gibt der Anwalt bekannt. (Foto: REUTERS)

Quelle: ntv.de