Der TagFangverbot für Heringe?
Zum Schutz des Herings in der westlichen Ostsee hat die EU-Kommission ein Ende der Ausnahmeregelung vom Fangverbot vorgeschlagen. Insgesamt sollen sich die Fangmöglichkeiten für fast alle Fischbestände im nächsten Jahr deutlich verringern, wie aus der Mitteilung der Kommission hervorgeht. Ausnahmen sind lediglich die Fangmengen für Sprotte, Hering in der mittleren Ostsee und Lachs im Finnischen Meerbusen, die laut Kommission gleich bleiben oder um einen Prozent steigen sollen.
Deutsche Ostseefischer dürfen derzeit mit kleinen Booten und passivem Fanggerät wie Stellnetzen gezielt Heringe fangen. Außerdem darf eine gewisse Menge als sogenannter Beifang beim Fischen nach anderen Arten gefangen werden. Dem Vorschlag der Kommission zufolge soll nur die Beifang-Regelung für westliche Ostsee-Heringe bleiben. Die erlaubte Fangmenge würde sich so auf 394 Tonnen halbieren.