Der TagFast 200 Tote durch gepanschten Schnaps in karibischem Urlaubsparadies
Nicht nur Mexiko hat ein Riesenproblem mit gepanschtem Alkohol - seit Ende April starben dort inzwischen mindestens 105 Menschen nach dem Trinken von giftigen Getränken. Auch in einem weiteren Land der Region, der Dominikanischen Republik, hat es zahlreiche Todesfälle gegeben, die auf den Konsum von verunreinigtem Schnaps zurückgeführt werden.
Der Gesundheitsminister des Karibikstaates, Rafael Sánchez, sprach in einer Pressekonferenz von 177 Toten seit dem 7. April.
Die Regierung der Dominikanischen Republik macht den Konsum des billigen Schnapses Clerén, der aus Zuckerrohr und Obst gemacht wird, für die Vergiftungen verantwortlich. Bei dessen Herstellung kann durch die Verwendung bestimmter Holzsorten giftiges Methanol entstehen.
Methanol ist manchmal in schwarzgebranntem Schnaps enthalten, wenn nicht fachgerecht destilliert wird. Bereits kleine Mengen reichen für eine Vergiftung mit Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen bis zur Erblindung oder gar Bewusstlosigkeit und Atemstillstand aus.