Der Tag

Der TagFestnahmen nach Einsatz von Suizid-Kapsel in der Schweiz

24.09.2024, 15:15 Uhr

Über Jahre entwickelte der australische Aktivist Philip Nitschke die Sterbehilfe-Kapsel Sarco. Darin sollen Menschen mit Stickstoff ihrem Leben ein Ende setzen können. Nun hat die Polizei in der Schweiz mehrere Menschen nach dem Einsatz der Suizid-Kapsel festgenommen.

19682146b7d9a9b366f6b3abc59b8e20
Erfinder Nitschke im Sarco. (Foto: AP)

Gegen sie sei ein Strafverfahren "wegen Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord" eröffnet worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen mit. Medienberichten zufolge war es das erste Mal, dass die Sarco eingesetzt wurde. Erst am Montag hatte die Schweizer Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider erklärt, dass die Suizid-Kapsel nicht rechtskonform sei.

Die Organisation Last Resort, welche die Sarco-Kapsel zur Verfügung stellt, teilte mit, dass die gestorbene Person eine 64-jährige Frau aus dem Mittleren Westen der USA gewesen sei. Diese habe "seit vielen Jahren unter einer Reihe schwerwiegender Probleme im Zusammenhang mit einer schweren Immunschwäche gelitten".

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

Bei Suizidgefahr: Notruf 112

Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)

Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.

In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.

Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de