Der TagFliegen wird noch teurer - Verband warnt vor "absurd hohen" Kosten
Die Kosten am teuren Luftverkehrsstandort Deutschland steigen in diesem Jahr rasant weiter. Staatlich veranlasste Kosten erhöhen sich fast um 1,2 Milliarden Euro, warnt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). "Die Belastungen für den Luftverkehrsstandort erreichen einen gefährlichen Kipppunkt - Deutschland verliert den Anschluss an Europa", erklärt BDL-Präsident Jens Bischof.
Die künftige Bundesregierung müsse die "absurd hohen" Kosten für Airlines und Flughäfen senken, etwa mit dem Streichen der Luftverkehrssteuer, so wie es Schweden vorgemacht hat.
Die 1,2 Milliarden Euro rühren laut BDL von einer Erhöhung der Luftverkehrssteuer, steigenden Gebühren und Entgelten für Flugsicherung und Sicherheitskontrollen her. Etwa eine halbe Milliarde kalkuliert der BDL an Kosten für die EU-weite Pflicht zum Beimischen von klimafreundlichem Flugbenzin SAF und für mögliche Bußgelder ein. Sie könnten anfallen, weil nicht genug E-Kerosin zum Erfüllen der deutschen Zusatzquote vorhanden ist. Die jetzige Bundesregierung hat die Abschaffung bereits beschlossen, die Änderung kam aber nicht mehr durch den Bundestag.
Die staatlichen Standortkosten steigen durch "die Kostenexplosion" auf insgesamt 4,5 Milliarden Euro im Jahr und gehören damit zu den höchsten in Europa. Die Folge: Deutsche Fluggesellschaften dampfen ihre Wachstumspläne ein, ausländische Airlines ziehen sich vom deutschen Markt zurück.