Der TagFlüchtlinge aus Bayern sitzen vorm Kanzleramt fest
Die Flüchtlinge, die der Landshuter Landrat Peter Dreier zum Kanzleramt nach Berlin geschickt hat, haben ihren Bus bisher immer noch nicht verlassen. Scheinbar ist nach wie vor nicht geklärt, was mit den Männern passieren soll. Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge habe Berlin "dankenswerterweise zugesagt, den Flüchtlingen für heute Nacht eine erste Unterbringung anzubieten". Zurzeit laufen offenbar Gespräche mit Vertretern der Berliner Senatsverwaltung, wohin genau die Flüchtlinge gebracht werden sollen.
Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin hatte der Landshuter Landrat Peter Dreier 31 Flüchtlinge mit einem Bus zum Kanzleramt nach Berlin geschickt. Die Insassen des Busses waren im Vorhinein offenbar nicht über den Hintergrund ihrer Fahrt informiert worden. Dreier selbst bestritt dies.
Die Bundesregierung äußerte zwar Verständnis, pochte jedoch zugleich auf die Aufgabenverteilung: Länder und Kommunen seien für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Dafür stelle der Bund den Ländern seit Anfang des Jahres pro Flüchtling und Monat 670 Euro zur Verfügung.
Vor dem Kanzleramt haben sich derweil offenbar zahlreiche Menschen versammelt und skandieren "Merkel muss weg"-Parolen.
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