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Der TagForscher sehen Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hengsbach "gut belegt"

25.06.2026, 14:33 Uhr

Die 2023 bekannt gewordenen Missbrauchsvorwürfe gegen den Essener Kardinal Franz Hengsbach (1910-91) sind nach ersten Ergebnissen einer umfassenden Studie "gut belegt und als plausibel einzustufen". Das sagen Vertreter der drei mit der Studie beauftragten Institute bei der Vorstellung eines Zwischenberichts in München.

Der viele Jahre hoch angesehene Ruhrbischof soll demnach in drei Fällen in den 1950er bis 1980er Jahren sexualisierte Gewalt gegen junge Mädchen ausgeübt haben, ein möglicher Übergriff gegen einen Jungen gilt als "in der Schilderung konsistent", sagen die Forscher. Hengsbach soll unter anderem Mädchen an die Brust gefasst und eine 16-Jährige zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.

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Die Forscher sprechen außerdem von "destruktivem Machmissbrauch des Bischofs gegenüber unterstellten Klerikern" (Archivbild). (Foto: Fritz Fischer/dpa)

"Hengsbach war ein Sexualstraftäter - ohne Wenn und Aber", sagt der Sprecher der Betroffenen, Johannes Norpoth. Die Kirche müsse Konsequenzen ziehen und Macht in ihren Strukturen begrenzen. "In mindestens drei Fällen sexualisierter Gewalt gegen junge Frauen ist davon auszugehen, dass sie so stattgefunden haben, wie Betroffene sie schildern", räumt der amtierende Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ein. Betroffenen sei über viele Jahrzehnte nicht geglaubt worden, sagt er.

Quelle: ntv.de