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Der TagForscher untersuchen antike Straußeneier

09.04.2020, 07:01 Uhr
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Dekorierte Straußeneier wurden in der Bronze- und Eisenzeit von Eliten mediterraner Zivilisationen sehr geschätzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Fein geschwungene Blütenblätter, detailliert gekratzte Widderköpfe und kunstvolle Bemalungen: Passend zum Osterfest haben britische Archäologen Herstellung und Handel von 5000 Jahre alten, reich verzierten Straußeneiern nachgezeichnet.

Wie sie im Fachblatt "Antiquity" berichten, wurden die Eier nicht nur unter großen Mühen gesammelt, sondern legten auch weite Wege zurück. Die Forscher sprechen daher von "Luxusgütern der Antike".

Mediterrane Strauße seien im östlichen Mittelmeerraum und in Nordafrika beheimatet gewesen, erklärt die Wissenschaftlerin Tamar Hodos. Mittels verschiedener Isotopenindikatoren konnten die Archäologen unterscheiden, welche Eier in welchen Klimazonen gelegt wurden: "Was uns am meisten überraschte, war, dass Eier aus beiden Zonen an Standorten in der anderen Zone gefunden wurden, was auf umfangreichere Handelswege hindeutet."

Die chemische Analyse ergab auch, dass die Eier vermutlich von wilden Straußen stammten - angesichts der potenziellen Gefahr, die von den Riesenvögeln ausgeht, war das Einsammeln eine riskante Aufgabe.

Quelle: ntv.de