Fahrt bei geschlossener SchrankeFranzösische Bahn zeigt Radprofis an
Die französische Eisenbahngesellschaft SNCF hat rechtliche Schritte gegen die Rad-Profis angekündigt, die beim Klassiker Paris-Roubaix am Sonntag einen Bahnübergang trotz geschlossener Schranke überquert hatten.
"Millionen TV-Zuschauer haben dieses extrem gefährliche und unverantwortliche Handeln, das tragisch hätte enden können, live gesehen", hieß es in der Mitteilung der SNCF an die Behörden: "Wenige Sekunden danach" hätte ein Zug die Strecke befahren.
Der Vorfall ereignete sich auf einem Bahnübergang im Norden Frankreichs, als sich eine Bahnschranke schloss und viele Profis trotzdem weiterfuhren. Erst ein Motorrad-Polizist konnte die nachfolgenden Teilnehmer stoppen.
Guy Dobbelaere verteidigte als Jury-Präsident das Verhalten der Fahrer: "Für die Führenden war eine sichere Bremsung nicht mehr möglich. Das Peloton war zehn Meter entfernt, als sich die Schranke schloss."
Zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren gewann mit John Degenkolb ein Deutscher in der "Hölle des Nordens".