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Der TagFriedman schimpft über CDU: "Wahlbeschleunigungswoche für AfD"

05.02.2025, 06:42 Uhr
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Michel Friedman (Foto: picture alliance/dpa)

Das Verhalten der CDU, mit Stimmen der AfD umstrittene Anträge zur Migrationspolitik durch den Bundestag kriegen zu wollen, rief bei vielen Menschen Empörung hervor. Die "Brandmauer" sei gefallen, hieß es auch. Für den Publizisten Michel Friedman kam nur noch der Parteiaustritt infrage, weil für ihn "rote Linien" von Parteichef Friedrich Merz und der CDU überschritten worden sind. Diese Reaktion sei besonders für jüngere Menschen wichtig. "Dass es nämlich rote Linien gibt, für jeden Menschen sind dies andere. Und wenn Deine eigene rote Linie überschritten wird, dann sei kein Opportunist", sagte Friedman der Zeitung "Der Tagesspiegel". Das Verhalten der CDU im Bundestag nannte Friedman "eine Wahlbeschleunigungswoche für die AfD". Die CDU habe ihr Ziel verfehlt, aber dadurch eine weitere Propaganda-Tür für die antidemokratische AfD aufgemacht. Die könne nun argumentieren, man könne sich auf die Union nicht verlassen, man müsse deshalb die AfD noch stärker machen.

Zur Frage einer möglichen Rückkehr in die CDU sagte Friedman: "Warum nicht? Jede Entscheidung, in einer Partei zu sein oder nicht, hat mit den handelnden Personen und dem Programm zu tun", so der Publizist. "Parteien sind so dynamisch, wie es das Leben ist. Die CDU und ihr Wechsel von Merkel zu Merz ist hierfür ein hervorragendes Beispiel."

Quelle: ntv.de