Der TagFür Rapper und Ex-Fußballer Marteria ist an Katar "alles falsch"

Für Rapper und Ex-Fußballer Marteria ist an der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar angesichts der dortigen Menschenrechtslage "alles falsch". Er habe sich vorgenommen, kein Teil dieser WM zu sein, ist "aber auch ehrlich genug, um zu sagen, okay, wenn es zu einem besonderen Highlight-Spiel kommt, guckt man das."
Der Künstler, der selbst in der Jugend seines Heimatvereins FC Hansa Rostock und in der U17-Fußball-Nationalmannschaft gespielt hat, sagt mit Blick auf die zahlreichen Boykott-Bekundungen: "Ich bin mir da unsicher, wer jetzt das eine sagt und am Ende doch das andere tut, ob man sich mal ein Spiel anguckt oder nicht."
Nach Auffassung des Hansa-Fans, genügt es ohnehin nicht, nur auf die Probleme anderswo zu schauen. "Man tut so, als wenn alle so toll sind hier. Aber auch hier hat man Probleme, auch hier gibt's Alltagsrassismus wie Sau, auch hier werden Schwule angefeindet und ausgegrenzt." Es gehöre mehr dazu, als einfach nur zu sagen, "ich boykottiere das und guck das nicht". Neu sei es obendrein auch nicht, "dass die FIFA sich nicht um Menschenrechtssituationen schert", findet der 39-Jährige.