Der TagGabriel giftet wieder gegen die SPD
Allzu viele wohlwollende Worte hat Sigmar Gabriel in der jüngeren Vergangenheit nicht über die SPD verloren. Daran ändert sich offenbar auch erst mal nichts: Der ehemalige Parteichef hat ein Buch geschrieben, in dem er mit einigen ranghohen Genossen hart ins Gericht geht.
"Man muss von einem kollektiven Führungsversagen sprechen, wenn man sich die Kette von Entscheidungen anschaut, die innerhalb der SPD in den letzten zwei Jahren getroffen wurden", schrieb Gabriel in "Mehr Mut! Aufbruch in ein neues Jahrzehnt".
Dem SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, der den Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz mitinitiiert hatte, wirft Gabriel vor, sich mit seinen Mitstreitern nur im "Gespenster-Vertreiben" geübt zu haben, "indem sie möglichst häufig die Arbeit früherer SPD-Vorsitzender verunglimpften".
Dem neuen Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans attestiert Gabriel, inkonsequent zu handeln und die Interessen vieler Wähler aus dem Blick verloren zu haben.