Der TagGauland: "Ich kann die Partei nicht zusammenhalten"
Der Fall Andreas Kalbitz setzt der AfD zu. Zum einen dümpelt die Partei im jüngsten RTL/ntv-Trendbarometer bei acht Prozent. Zum anderen blickt Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland pessimistisch in die Zukunft. "Ich kann die Partei nicht zusammenhalten, wenn sie sich auf diese Weise auseinanderdividiert", sagte Gauland der "Welt am Sonntag". Er wolle "nicht hoffen", dass aus dem Streit über den Umgang mit dem bisherigen Brandenburger Landes- und Fraktionsvorsitzenden Kalbitz "ein Zerfall der Partei wird".
Und weiter: Er fürchte, dass "die Partei schwierigen Zeiten entgegengeht, und ich sehe im Moment kaum Möglichkeiten, sie davor zu bewahren". Gaulands pessimistische Einschätzung der Lage der AfD tangiert dabei auch die Überlegungen des 79-Jährigen bezüglich seiner eigenen politischen Zukunft. Als Fraktionschef werde er nicht mehr antreten. Auf die Frage, ob er nach der Bundestagswahl 2021 auch der nächsten AfD-Bundestagsfraktion angehören wolle, sagte er: "Ich habe immer gesagt, dass ich das erst im Winter entscheide. Wenn ich das hier so sehe, bin ich eher skeptisch."