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Der TagGeflüchtete berichten über IS-Zwangsrekrutierungen

20.03.2017, 13:53 Uhr
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Ein Junge fährt auf einem Fahrrad durch eine stark zerstörte Straße im Westen Mossuls. (Foto: dpa)

Die Islamisten-Miliz IS zwingt im Westteil der irakischen Stadt Mossul offenbar junge Männer zum Kampf gegen die Regierungstruppen. Dies berichteten Flüchtlinge und ein Polizeivertreter.

  • Nach den schweren Verlusten durch die Regierungsoffensive versuchten die Rebellen, ihre Reihen durch Zwangsrekrutierungen aufzufüllen, sagte ein Polizist.

  • Ein ehemaliger Regierungsangestellter berichtete, er habe seine Söhne vor IS-Rekrutierern im Keller versteckt. Ein geflüchteter Metzger erklärte, der IS habe in seinem Laden nach Männern Ausschau gehalten. Aus Angst, zwangsrekrutiert zu werden, gingen viele auch nicht mehr in die Moschee.

  • Seit Beginn der Offensive regierungstreuer Truppen vor sechs Monaten sind die IS-Kämpfer auf einige Gebiete im Westteil der Großstadt zurückgedrängt worden. Am Montag rückten die Truppen weiter auf die Al-Nuri-Moschee in der Altstadt vor.