Der TagGegen Kopftuchpflicht verstoßen - iranische Schauspielerin in Teheran an Ausreise gehindert

Zuletzt war es etwas ruhiger geworden um die Proteste im Iran gegen das Mullah-Regime und die Freilassung des iranischen Rappers Toomaj Salehi auf Kaution am Wochenende könnte den Eindruck vermittelt haben, dass das Regime zu einem milderen Umgang mit kritischen Stimmen aus Kunst und Kultur übergeht. Doch ein Vorfall am Flughafen in Teheran dürfte die Hoffnung darauf wohl zerstreuen: Dort ist die iranische Schauspielerin Asadeh Samadi an der Ausreise gehindert worden. Wie die reformorientierte Zeitung "Shargh" berichtet, sei Samadi am Flughafen der Pass beschlagnahmt worden, als sie zu einem Filmfestival nach Indien fliegen wollte. Als Grund nannte die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle den vorangegangenen Verstoß gegen die Kopftuchpflicht. Ein Gericht hatte die Schauspielerin im Juli mit einem sechsmonatigen Social-Media-Verbot bestraft, nachdem sie auf der Beerdigung eines Theaterregisseurs ohne Kopftuch erschienen war. Auch wurde Samadi vom Gericht eine psychiatrische Behandlung auferlegt.