Der TagGiffey fordert Konsequenzen für Fackel-Mob - Seehofer wird deutlich
Nachdem am Freitagabend Dutzende Menschen mit Fackeln, Pfeifen und Trommeln vor das Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping gezogen sind, mehren sich die Stimmen, die Konsequenzen für die Beteiligten fordern. "Es geht darum, dass wir eine klare Grenze ziehen zwischen freier Meinungsäußerung und Hass und Hetze", sagte die designierte Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey dem Sender Phoenix. Hier gehe es um Straftaten, und die müssten "ganz klar geahndet werden".
Offenbar handelte es sich bei dem Mob um Anhänger der "Querdenken"-Bewegung beziehungsweise der rechtsextremen Bürgerbewegung "Freie Sachsen". Laut Polizei übernahm das Staatsschutz-Dezernat der Polizeidirektion Leipzig die Ermittlungen.
Auch der scheidende Bundesinnenminister Horst Seehofer verurteilt das aggressive Verhalten. "Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest", sagte er der "Bild am Sonntag". "Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin." Das erinnere ihn an die "dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte".