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Der TagGottschalk reagiert doch noch auf "Z-Wort"-Eklat

14.02.2021, 13:46 Uhr

Darf man noch "Zigeuner" sagen? Die Frage haben nach einer WDR-Sendung viele gestellt, wobei die eigentliche Frage auch sein könnte: Will man dieses Wort wirklich noch sagen? Wenn man weiß, dass Sinti und Roma es als beleidigend empfinden - auch, wenn man es selbst überhaupt nicht so empfindet. Bei besagter WDR-Sendung war auch Thomas Gottschalk mit dabei und fiel anschließend durch sein Schweigen auf. Bis jetzt: In einem Beitrag in der "Welt am Sonntag" bezieht er Stellung. Darin schreibt er:

  • "Ich werde gewisse Begriffe nicht mehr benutzen und diese nicht zähneknirschend vermeiden, weil es die Political Correctness verbietet, sondern weil einem Menschen mit meiner Eloquenz unzählige Worte zur Verfügung stehen, die weder missverständlich sind, noch aus einer Denkschule kommen, die ausgedacht hat", schrieb der 70-Jährige.

  • "Was das Z-Wort aus der 'Letzten Instanz' (so der Name der Sendung, Red.) betrifft, habe ich für einen Ausdruck grünes Licht gegeben, dem ich in Zukunft die Rote Karte zeigen werde, und ich verspreche, das unselige Wort nie mehr zu benutzen."

  • "Gerade musste ich lernen, dass man Menschen auch dadurch enttäuschen kann, dass man sie nicht versteht. Man kann sich auch nicht damit herausreden, dass man eine 'andere Sprache' spricht, zu der Vokabeln gehören, die, in der eigenen Wahrnehmung, weder etwas mit Diskriminierung noch mit Rassismus zu tun haben."

Es gebe Momente, da müsse man einfach zur Kenntnis nehmen, dass es so, wie es immer ging, eben nicht mehr gehe. "Weil Menschen sich verletzt fühlen, die man nicht verletzen will."

Quelle: ntv.de