Der TagGrönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern will "epochalen Schritt" gehen
Die grönländische Regierung hat heute ihre Sicherheitsstrategie unter dem Titel "Nichts über uns ohne uns" vorgelegt. Damit will die größte Insel der Erde mehr Verantwortung für ihre Außenpolitik übernehmen. Bisher hat Dänemark nämlich die Entscheidungskraft in Außen- und Sicherheitsfragen. Nach Angaben der führenden grönländischen Zeitung "Sermitsiaq" handelte es sich um einen "epochalen Schritt" und die erste Strategie dieser Art seit 2011. Ihre Ausarbeitung hat demnach mehrere Jahre gedauert.
Grönland gehört zum dänischen Königreich, ist aber weitestgehend autonom. Es hat eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Bei der Außen- und Sicherheitspolitik entscheidet jedoch noch immer Dänemark, auch wenn Kopenhagen versucht, Grönland in arktische Angelegenheiten etwa im Arktischen Rat stärker einzubinden. Mit der neuen Strategie will Grönland für 2024 bis 2033 eigene Ziele festlegen. Dazu zählen Schwerpunkte wie der Frieden in der Arktis und die Zusammenarbeit mit der NATO. Als wichtigste grönländische Partner und Verbündete werden darin Dänemark und die USA beschrieben.
Schon letztes Jahr ist Grönland einen bedeutenden Schritt gegangen. Die Insel hatte die Zeitzone gewechselt: