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Der TagGündogan kann Kritik an Erdogan-Treffen verstehen

05.06.2018, 20:16 Uhr
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Ein Bild für die Ewigkeit: Fußballspieler Gündogan mit dem Staatspräsidenten Erdogan. (Foto: picture alliance / Uncredited/Po)

"Einige Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen. Ich verstehe, dass man die Aktion nicht gut finden muss." Ilkay Gündogan gibt sich nach seinem umstrittenen Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan reflektiert. Der Fußball-Nationalspieler will die seinerzeit geäußerte Kritik aber auch nicht auf sich sitzen lassen: "In den letzten Jahren haben wir viel dazu beigetragen, die Integration in Deutschland zu fördern."

Gündogan und Weltmeister Mesut Özil hatten Erdogan am 13. Mai in London getroffen und ihm signierte Trikots ihrer Vereine Manchester City und FC Arsenal überreicht. Für kritische Anmerkungen sei er generell offen, sagt Gündogan. "Jeder Mensch hat seine eigene Meinung. Deswegen haben wir auch die Meinungsfreiheit. Dafür stehe ich. Genau dafür fühle ich mich privilegiert, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein. Aber beleidigen lassen will ich mich auch nicht."

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