Der TagHabeck: Länder müssen sich bei Windkraftausbau mehr anstrengen

Bundesklimaschutzminister Robert Habeck will mehr Einsatz von den Bundesländern beim Ausbau der Windkraft sehen, indem sie mehr Flächen für Windräder ausweisen als sie bisher zugesagt haben. "Da kann man nicht zufrieden sein", so der Grünen-Politiker in einem Interview mit dem RTL Nachtjournal bei seinem Besuch in Jordanien. Nicht nur der Klimawandel erfordert laut Habeck mehr Anstrengungen und Solidarität der Bundesländern, sondern auch die steigenden Energiepreise. Es gebe Staaten, die deutlich weiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien seien und zugleich eine niedrigere Inflation hätten. "Weil die hohen Preise, die wir im Moment zu tragen haben, im Wesentlichen durch die fossilen Energien entstehen." Aus Sicht von Habeck ist Deutschlands Ausgangslage momentan nicht besonders gut: "Wir fangen im Minus an, wir sind in der Defensive." Verbesserungen seien aber möglich. "Jetzt ziehen wir es durch." Der Minister ist zuversichtlich, das Naturschutzrecht bis zu den Sommerferien zu ändern, um den Windkraftausbau deutlich voranbringen zu können. "Das ist alles jetzt dabei, aufs Gleis gesetzt zu werden." Er stellte eine zügige gesetzliche Verankerung des 2-Prozent-Flächen-Ziels in Aussicht. Ab 2023 könne man dann "wirklich loslegen".