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Der TagHabeck nennt Trumps NATO-Forderung "unrealistisch"

09.01.2025, 07:46 Uhr

Bei Donald Trumps Rundumschlag am Dienstag forderte der designierte US-Präsident von den NATO-Partnern eine weitere Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent ihres Bruttoinlandprodukts (BIP). Vizekanzler Robert Habeck weist die Forderungen Trumps nach einer drastischen Erhöhung der Verteidigungsausgaben als realitätsfern zurück. "Was Donald Trump vorschlägt, ist unrealistisch. Wir werden nicht am Ende bei fünf Prozent landen", sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir sind hier nicht bei einem Überbietungswettbewerb", betonte der Kanzlerkandidat der Grünen.

Habeck wirbt weiter für einen BIP-Anteil von 3,5 Prozent als Zielmarke - und dies auch nur vorübergehend. "3,5 Prozent ist ungefähr das, was derzeit in der NATO als mittelfristiges Ziel diskutiert wird", sagte der Bundeswirtschaftsminister und fügte hinzu: "Ich finde das auch nicht toll. Aber die Welt ist heute so, wie sie nun einmal ist - und mit dieser Realität müssen wir umgehen." Das, was nötig sei, müsse jetzt getan werden. "Wenn wir in ein paar Jahren einen vernünftigen Zustand erreicht haben für Deutschlands Sicherheit, dann wird man die Ausgaben wieder reduzieren können", sagte Habeck.

Quelle: ntv.de