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Der TagHegseth vergleicht Trump-kritische Presse mit Jesu Feinden

16.04.2026, 16:17 Uhr

Es war nicht der erste religiöse Moment für Pete Hegseth an diesem Tag. Bei einer Pressekonferenz verglich der US-Verteidigungsminister kritische Journalisten mit den Pharisäern, jener Gruppe im Neuen Testament, die Jesus zu Fall bringen wollte.

Hegseth schilderte, wie er sonntags in der Kirche saß und seinem Pastor zuhörte, der aus dem Markusevangelium predigte - die Geschichte, in der Jesus einen Mann heilt, während die Pharisäer nur darauf warten, ihm etwas anzuhängen. "Die Pharisäer, die selbsternannten Eliten ihrer Zeit, waren dabei, um alles aufzuschreiben, zu berichten - aber ihre Herzen waren verhärtet", sagte Hegseth. "Obwohl sie ein buchstäbliches Wunder miterlebten, spielte das keine Rolle. Sie waren nur dort, um das Gute im Sinne ihrer eigenen Ziele zu verdrehen."

Und dann zog er die Linie zur Gegenwart: "Unsere Presse ist genau wie diese Pharisäer - nicht alle, aber die Trump-hassende Presse. Euer politisch motivierter Hass auf Präsident Trump macht euch fast vollständig blind für die Brillanz unserer amerikanischen Soldaten", sagte er mit Blick auf den Iran-Krieg.

Hegseth beklagte außerdem "einen endlosen Strom von Müll, die unerbittlich negative Berichterstattung, der ihr nicht widerstehen könnt". Ein Bundesrichter sieht das übrigens anders: Er urteilte vergangene Woche, dass Hegseths Pressebeschränkungen im Pentagon verfassungswidrig sind. Die "Pharisäer" haben also zumindest vor Gericht gewonnen.

Quelle: ntv.de