Der TagHeute keine OP: Britische Nachwuchsärzte streiken für dickes Lohnplus
Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitssystems in England sind in einen viertägigen Streik getreten. Der Ausstand begann am Morgen und folgt monatelangen Arbeitsniederlegungen in anderen Branchen des öffentlichen Diensts und der Privatwirtschaft. Die Aktion sogenannter Nachwuchsärzte führte bereits zur Absage hunderttausender Termine und wurde als längster Streik in der Geschichte des britischen Gesundheitssystems angekündigt. Die Ärztinnen und Ärzte verlangen 35 Prozent mehr Gehalt. Zudem beklagen sie pandemiebedingten Nachholbedarf und Personalmangel. Dadurch sei ihr Arbeitspensum massiv gestiegen. Die Assistenzärztin Katrina Forsyth sagte am Dienstag vor dem St.-Thomas-Krankenhaus in London: "Wir hatten massive (Lohn-)kürzungen, und wir füllen mehr Lücken, weil Leute gehen." Die Situation für Patienten werde "weniger sicher", warnte sie.