Der TagHilfsorganisationen berichten von weiteren zivilen Opfern trotz Gaza-Waffenruhe
Internationale Hilfsorganisationen berichten von weiteren zivilen Opfern im Gazastreifen, obwohl seit fast sechs Wochen eine Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hamas gilt.
Ärzte ohne Grenzen hat nach eigenen Angaben im Gazastreifen Frauen und Kinder mit Verletzungen durch israelische Luftangriffe und Schüsse behandelt. Seit Mittwoch hätten medizinische Mitarbeiter im Norden und Süden des Küstengebiets Frauen und Kinder mit offenen Brüchen sowie Schusswunden an Gliedmaßen und Kopf versorgt, erklärt die internationale Hilfsorganisation.
Unter den Verletzten sei ein neunjähriges Mädchen, das am Mittwoch in einem Krankenhaus in Gaza-Stadt wegen einer Schussverletzung im Gesicht behandelt worden sei. Diese sei durch eine israelische Drohne verursacht worden, heißt es unter Berufung auf eine Krankenschwester vor Ort.
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef teilt mit, seit Inkrafttreten der Waffenruhe seien mindestens 67 Kinder infolge von Kampfhandlungen getötet worden. "Dutzende weitere wurden verletzt", sagt Unicef-Sprecher Ricardo Pires in Genf. Am Mittwoch seien sieben Kinder bei Luftangriffen im nördlich gelegenen Gaza-Stadt und im Süden des Palästinensergebiets ums Leben gekommen.
Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Zuvor hatte die Armee mitgeteilt, auf Angriffe auf israelische Soldaten mit Vergeltungsschlägen reagiert zu haben. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vor.