Der TagHindus greifen christliche Schule mit Steinen an
In Indien haben Vertreter einer radikalen Hindu-Gruppe und Dutzende andere Menschen eine christliche Schule mit Steinen beworfen, während Jugendliche darin eine wichtige Matheprüfung schrieben. Die Polizei habe daraufhin vier Menschen festgenommen, weitere Festnahmen sollten nach der Auswertung von Überwachungskameramaterial folgen, so ein örtlicher Behördenmitarbeiter im Bundesstaat Madhya Pradesh.
Zuvor kursierte ein Brief auf den sozialen Netzwerken, in dem behauptet wurde, dass an der Schule kürzlich acht hinduistische Schüler zum Christentum konvertierten, wie der Leiter der betroffenen Schule sagte. Das stimme allerdings nicht. Die Angreifer hätten "Jai Shri Ram" ("Lang lebe (der hinduistische) Gott Ram") und "Bharat Mata ki Jai" ("Sieg an Mutter Indien") gerufen - Rufe, die radikale Hindus gerne verwenden. In Indien ist das politische Klima polarisiert, Religionswechsel von Hindus führen in dem mehrheitlich hinduistischen Land zu großen Kontroversen. Es gibt deshalb auch immer wieder gewaltsame Zusammenstöße zwischen Vertretern verschiedener religiöser Gruppen und Angriffe auf religiöse Institutionen. In dem mehr als 1,3 Milliarden Einwohner zählenden Land sind 2,5 Prozent der Menschen Christen.
In dem Fall der Schule am Montag sei niemand verletzt, das Gebäude aber beschädigt worden, sagte der Schulleiter.