Der TagHunderte Demonstranten stürmen Museum wegen Nackt-Gemälde
Nackte Haut kann schon einmal für Erregung sorgen. In diesem Fall allerdings negativer Natur. In Mexiko ärgern sich derzeit einige Menschen über ein Gemälde, das den Nationalhelden Emiliano Zapata nackt auf einem Pferd zeigt.
Der Zorn geht so weit, dass Hunderte Demonstranten das Museum Palacio de Bellas Artes in der Hauptstadt Mexiko-Stadt stürmten, in dem das 2014 fertiggestellte Werk mit dem Titel "La Revolución" von Fabián Cháirez gezeigt wird. Sie drohten, das Gemälde zu verbrennen.
Die Demonstranten, vornehmlich Landarbeiter aus Zapatas Heimat-Bundesstaat Morelos, stören sich unter anderem an der Nacktheit ihres feminin dargestellten Helden, der einen rosafarbenen Hut und Stilettos trägt. Zudem hat das Pferd einen erigierten Penis. Die aufgebrachten Männer, die sich mehrere Stunden vor Ort aufhielten, brüllten homophobe Beleidigungen und kündigten an, jeden Tag wiederzukommen, bis das Bild abgehängt werde. Da fühlt sich wohl jemand ziemlich stark in der eigenen Männlichkeit gekränkt. Ich persönlich finde es ja schön, wenn Kunst zu solchen Emotionen führt - dann hat sie einen wunden Punkt getroffen.