Der TagHunderte Tote bei Demos im Iran? Teheran spricht von "Lügen"

Der Iran hat die Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Zahl der Opfer bei den Protesten in dem Land als "Lügen" zurückgewiesen. Die Zahlen seien erfunden und auch die genannten Namen der Opfer seien nur Lügen, sagte ein Justizsprecher laut Staatsfernsehen.
Amnesty hatte gestern neue Angaben zur Zahl der Opfer der landesweiten Proteste gemacht, die sich Mitte November an der Erhöhung der Benzinpreise entzündet hatten und von der Regierung mit großer Härte niedergeschlagen worden waren. Die Menschenrechtsorganisation erklärte unter Berufung auf "glaubwürdige Informationen", es seien mindestens 208 Menschen getötet worden, doch könne die wahre Zahl noch höher sein.
Die Behörden haben ihrerseits nur den Tod von vier Angehörigen der Sicherheitskräfte und von einem Demonstranten bestätigt.