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Der TagHungrige Eisbären bedrängen Dorf im russischen Norden

06.12.2019, 07:25 Uhr
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Eisbären nahe Ryrkaipij (Foto: dpa)

Menschen am Polarmeer im Nordosten Russlands müssen wieder hungrige und unterernährte Eisbären fürchten. 56 Tiere seien in den vergangenen Tagen in der Nähe des Dorfes Ryrkaipij gesichtet worden, teilte die Umweltstiftung WWF in Moskau mit. "Fast alle Bären sind dünn." Tierschützer machen die Erderwärmung dafür verantwortlich.

Auf der Halbinsel herrschen dem WWF zufolge für Anfang Dezember ungewöhnlich hohe Temperaturen. Deshalb sei das Eis vor der Küste noch nicht dick genug, damit Eisbären dort auf Robbenjagd gehen könnten. Derzeit lebten weltweit noch etwa 26.000 Tiere, zitierten die Umweltschützer Daten der Weltnaturschutzunion IUCN. Ihr Bestand werde Prognosen zufolge bis 2050 allein wegen der Erderwärmung um 30 Prozent zurückgehen.