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Der Tag"Ich werde ein Problem für sie sein": Anhänger Bolsonaros protestieren an der Copacabana

17.03.2025, 08:09 Uhr

Am 8. Januar 2023 überwinden Anhänger Jair Bolsonaros die Barrikaden am Präsidentenpalast, Kongress und Obersten Gerichtshof in Brasília und klettern auf Dächer, schlagen Fenster ein und randalieren. Lautstark fordern viele der Anwesenden eine Militärintervention zur Absetzung des linken Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva, der sich im Oktober 2022 in einer Stichwahl knapp gegen seinen ultrarechten Vorgänger durchgesetzt hatte.

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Jair Bolsonaro war ebenfalls an der Copacabana zugegen. (Foto: dpa)

Zwei Jahre später ist Bolsonaro wegen der Vorgänge angeklagt worden. Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft beschuldigt ihn, einen Staatsstreich angezettelt zu haben. Teil dieses Plans war es offenbar, Lula zu vergiften und den Richter des Obersten Gerichtshofs, Alexandre de Moraes, zu erschießen, der an mehreren Verfahren gegen Bolsonaro beteiligt ist. Bolsonaro hat die Anschuldigungen gegen ihn mehrfach zurückgewiesen.

Am gestrigen Sonntag demonstrierten Tausende Anhänger Bolsonaros in Rio de Janeiro. Die Demonstranten forderten eine Amnestie für alle, die sich an den Unruhen vom 8. Januar 2023 beteiligt haben. Rund 18.000 Menschen versammelten sich am Strand der Copacabana, wie örtliche Medien berichteten. In seiner Rede auf der Demonstration wies Bolsonaro die Anschuldigungen gegen ihn erneut zurück. "Ich werde ein Problem für sie sein, im Gefängnis oder tot", drohte er in Richtung der Lula-Regierung.

Quelle: ntv.de