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Der TagIkke Hüftgold über Willi Herren: Er war der Teufel, wenn er mit Drogen in Berührung kam

11.09.2021, 12:20 Uhr

Sie teilten nicht nur die Ballermann-Bühne auf Mallorca, Willi Herren und Ikke Hüftgold waren auch jahrelang befreundet. Vier Monate nach dem Tod des Sängers sprach sein Freund und Kollege nun beim Köln-Talk "Loss mer schwade" über das Ableben des Künstlers. Ikke Hüftgold sieht Herrens Probleme unter anderem in seinem frühen Erfolg begründet: "Er ist mit 18 oder 19 Jahren in die Lindenstraße eingestiegen. Wenn ein Junge aus eher normalen, bescheidenen Verhältnissen kommt und dann so gehypt wird, an dem jeder in der Jugend reißt, brauchst du ein starkes Umfeld, ansonsten wirst du irgendwann einer Droge oder irgendeiner Sucht erliegen. Das war bei Willi so", sagte er.

"Unser Beruf braucht ganz viel Disziplin. Du musst dich im Griff haben. Weil du dich dreimal, viermal die Woche einer Party aussetzt und dauernd das Glas Bier in die Hand gedrückt bekommst. Wenn du da keinen Ausgleich und keine Aufgabe wie Familie oder Sport hast, dann gehst du in dem Segment unter", so der 44-Jährige weiter. Er sei häufig dabei gewesen, wenn Situationen im Umfeld von Herren eskalierten und habe ihn das ein oder andere Mal dort "rausgeholt". "Er war der Teufel, wenn er mit Drogen in Berührung kam und ohne Drogen ein absoluter Herzmensch. Das zeigt alleine schon, welche Macht Drogen haben und die Spielsucht ist ja da nicht anders. Das ist die Hölle", sagte der Ballermann-Sänger.

Quelle: ntv.de