Der Tag

Der TagIran: Rund 700 Verkehrstote in wenigen Tagen

04.04.2017, 18:29 Uhr
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Rush-Hour in Teheran (Foto: REUTERS)

Ein hoher iranischer Geistlicher hat Verstöße gegen die Verkehrsregeln als Sünde eingestuft - seine Landsleute damit aber nicht vollends von einer vorsichtigeren Fahrweise überzeugen können: Über die persischen Neujahrstage verloren erneut rund 700 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, wie Polizeichef Taghi Mehri mitteilt.

  • Vergangene Woche hatte der Großayatollah Naser Makarem Schirasi Verstöße gegen die Verkehrsregeln als "Sünde" bezeichnet. "Die Befolgung dieser Regeln eine religiöse Pflicht", erklärte der betagte schiitische Geistliche.

  • Die Weltgesundheitsorganisation zählt den Iran zusammen mit Ländern wie Libyen, Zentralafrika und der Demokratischen Republik Kongo zu den zehn Ländern mit der höchsten Sterblichkeit im Straßenverkehr.

  • Während der Feiern zum persischen Neujahr am 21. März fahren die Iraner traditionell zu ihren Familien, was regelmäßig zu Verkehrschaos führt.