Der TagIran: Rund 700 Verkehrstote in wenigen Tagen

Ein hoher iranischer Geistlicher hat Verstöße gegen die Verkehrsregeln als Sünde eingestuft - seine Landsleute damit aber nicht vollends von einer vorsichtigeren Fahrweise überzeugen können: Über die persischen Neujahrstage verloren erneut rund 700 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, wie Polizeichef Taghi Mehri mitteilt.
Vergangene Woche hatte der Großayatollah Naser Makarem Schirasi Verstöße gegen die Verkehrsregeln als "Sünde" bezeichnet. "Die Befolgung dieser Regeln eine religiöse Pflicht", erklärte der betagte schiitische Geistliche.
Die Weltgesundheitsorganisation zählt den Iran zusammen mit Ländern wie Libyen, Zentralafrika und der Demokratischen Republik Kongo zu den zehn Ländern mit der höchsten Sterblichkeit im Straßenverkehr.
Während der Feiern zum persischen Neujahr am 21. März fahren die Iraner traditionell zu ihren Familien, was regelmäßig zu Verkehrschaos führt.