Der TagIranische Firmen beraten über Nicaragua-Kanal
Iranische Firmen wollen sich womöglich am Bau des Nicaragua-Kanals beteiligen. Das kündigte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif an. Es habe entsprechende Beratungen gegeben.
Eine chinesische Betreibergesellschaft will mit der neuen Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik dem Panama-Kanal weiter südlich Konkurrenz machen. Für den Bau des Nicaragua-Kanals sind 50 Milliarden Dollar (44 Milliarden Euro) eingeplant.
Eigentlich sollte mit dem Bau schon vor zwei Jahren begonnen werden; die chinesische Betreibergesellschaft Hongkong Nicaragua Development rechnet nun mit Ende dieses Jahres.
Gegen den Kanal protestieren vor allem Bauern, die durch das Bauprojekt ihre Ländereien verlieren. Umweltschützer befürchten zudem Verschmutzungen durch die Schifffahrt und eine Verunreinigung des Trinkwassers, da die Route auf einer Länge von gut hundert Kilometern durch den Nicaraguasee verläuft, das größte Süßwasserreservoir Zentralamerikas.
Erst im Juni wurde der erweiterte Panamakanal für Megacontainerschiffe eröffnet, bereitet ihnen aber noch Probleme.