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Der TagIranische Führung lässt wohl Tausende Regierungsgegner festnehmen

29.01.2026, 20:25 Uhr

Im Iran versucht die Regierung, mit Massenverhaftungen ein Wiederaufflammen der landesweiten Proteste zu verhindern. Tausende Menschen seien in den vergangenen Tagen von Sicherheitskräften in Zivil festgenommen und an geheime Orte gebracht worden, sagen fünf Aktivisten sowie zwei iranische Regierungsvertreter.

Ziel sei es, Angst in der Bevölkerung zu verbreiten. "Sie verhaften jeden", sagt ein Aktivist. Niemand wisse, wohin die Menschen gebracht würden. Auch Anwälte und Ärzte schildern ein rigoroses Vorgehen der Behörden, das selbst vor Familienangehörigen von Demonstranten und medizinischem Personal nicht haltmache.

Die in den USA ansässige Gruppe HRANA beziffert die Zahl der Festnahmen auf 42.486. Bei den Unruhen seien 6373 Menschen ums Leben gekommen, darunter fast 6000 Demonstranten. Die iranischen Behörden hatten dagegen am 21. Januar von 3117 Toten gesprochen und "bewaffnete Terroristen" für die Gewalt verantwortlich gemacht. Das UN-Menschenrechtsbüro warnte vor Folter und unfairen Prozessen. Amnesty International berichtete von "weitreichenden willkürlichen Inhaftierungen" und dem Verschwindenlassen von Personen.

Quelle: ntv.de