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Der TagIsrael wettert über palästinensisches Weltkulturerbe

07.07.2017, 22:08 Uhr

Wenn die Unesco eine Stadt, eine Gemeinde oder eine Region zum Weltkulturerbe erklärt, ist das gemeinhin ein Grund zur Freude. Entsprechend jubelten auch die Palästinenser, als sie erfuhren, dass die Altstadt von Hebron im Westjordanland ab sofort als "gefährdete" sowie "geschützte Zone" gilt. In Israel dagegen sorgte die Entscheidung des Welterbe-Komitees für Entrüstung.

  • Das israelische Außenministerium sprach von einem "moralischen Schandfleck".

  • Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete die Entscheid als "wahnsinnig".

  • Er kündigte, dass Israel seine Zahlungen an die Vereinten Nationen um eine Million Dollar reduzieren werde.

In Hebron leben mehr als 200.000 Palästinenser und einige hundert jüdische Siedler. Dort befindet sich auch das Grabmal der Patriarchen, in dem nach biblischer Überlieferung unter anderem Abraham und Isaak begraben sind.