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Der TagIsraelischer Minister: EU möge "tausendmal zur Hölle fahren"

23.05.2018, 12:32 Uhr
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Juval Steinitz hat seinem Ärger Luft gemacht. (Foto: REUTERS)

Er habe "noch freundlich formuliert", sagt Israels Energieminister Juval Steinitz dem Radiosender "103FM". Zuvor hatte er der Europäischen Union unfaire Kritik und Heuchelei vorgeworfen und ihr gewünscht, sie "möge tausendmal zur Hölle fahren".

  • Hintergrund der zornigen Äußerungen des Mitglieds des Sicherheitskabinetts ist ein EU-Aufruf vom Dienstag. Unter anderem wurde darin die rasche Untersuchung eines Vorfalls in Haifa gefordert, bei dem der Leiter einer arabischen Bürgerrechtsorganisation verletzt worden war.

  • Dschafar Farah, Leiter des Mossawa-Zentrums, war am Freitag mit rund 20 anderen bei einer Demonstration gegen die Gaza-Gewalt festgenommen worden. Nach seiner Darstellung brach ihm auf der Polizeiwache ein israelischer Polizist das Bein.

  • Israels Behörden untersuchen den Fall bereits. Steinitz nannte die EU-Stellungnahme einen "Gipfel der Unverschämtheit, der Heuchelei".