Der Tag

Der TagJapan lässt mehr als 170 Wale töten

22.08.2018, 07:00 Uhr
85155607
Blutige Arbeit: Im Hafen von Wada bei Tokio zerlegt ein Fischer die Reste eines Schnabelwals (Berardius bairdii). (Foto: picture alliance / dpa)

Japans Walfänger haben im Nordwestpazifik mehr als 170 Meeressäuger getötet.

  • Bei dem jährlichen Beutezug erlegten die Jäger seit Mai wie geplant 134 Sei- und 43 Zwergwale (Balaenoptera borealis und Balaenoptera acutorostrata), wie das zuständige Fischereiministerium in Tokio bekanntgab.

  • Jedes Jahr machen die Japaner Jagd auf die Meeressäuger - offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken. Formal ist das durch die Gesetzeslage und internationale Abkommen zum Schutz der Wale gedeckt, trotz des seit 1986 geltenden weltweiten Walfangmoratoriums.

  • Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt verfolgt dabei allerdings zugleich das erklärte politische Ziel, auch die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zuzulassen. Das Fleisch der von der japanischen Walfangflotte getöteten Wale gelangt in den Handel.