Der TagJohnson kassiert historische Niederlagen bei Nachwahlen

Absturz mit Ansage: Die Konservativen des britischen Premierministers Boris Johnson unterlagen sowohl im Wahlkreis Tiverton and Honiton im Südwesten Englands als auch im Wahlkreis Wakefield in Nordengland bei Nachwahlen für je einen Sitz im britischen Unterhaus. Als Grund für die Niederlage wird unter anderem der "Partygate"-Skandal gesehen, an dem Johnson selbst beteiligt war - Regierungsmitarbeiter hatten während des britischen Lockdowns Partys gefeiert.
Die Konservativen verloren Tiverton and Honiton, wo sie seit mehr als hundert Jahren die Abgeordneten gestellt hatten, laut jüngsten Ergebnissen an die Liberaldemokraten. In Wakefield setzte sich die Labour-Partei durch. Die Wahlen hatten als Stimmungstest für Johnson gegolten, der wegen der Affäre um Partys am Regierungssitz während des Corona-Lockdowns stark unter Druck steht.
Die Nachwahl in Tiverton and Honiton wurde nötig, weil der Abgeordnete Neil Parish sich im April nach Beschwerden darüber zurückgezogen hatte, dass er im Parlament auf seinem Mobiltelefon Pornos geschaut hatte.