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Der TagJunger Impfgegner tötet im Wahn Mutter - Geständnis zum Prozessauftakt

17.10.2023, 15:06 Uhr

Im März dieses Jahres ereignet sich im bayerischen Thiersheim (Landkreis Wunsiedel) ein grausames Verbrechen. Ein junger Mann erdrosselt seine eigene Mutter. Um sicher zu gehen, dass sie tatsächlich tot ist, schießt er ihr anschließend mit der Armbrust zweimal in den Kopf. Nach der Tat ruft er selbst den Notruf und lässt sich von der Polizei festnehmen. Seit heute wird dem Mann der Prozess gemacht. Der Anklage zufolge hielt der Angeklagte im Gegensatz zu seiner Mutter Impfungen gleich welcher Art für gesundheitsschädlich. Auch die Medikation seines an ADHS leidenden jüngeren Bruders lehnte er ab. Seine eigenen gesundheitlichen Probleme führte er auf seine Impfungen zurück.

Der Mutter soll er laut Staatsanwaltschaft wiederholt gesagt haben, dass er alle Menschen umbringen werde, die für die Impfungen und Medikamentenversorgung seines jüngeren Bruders verantwortlich seien. Als der 20-Jährige bei einem Besuch seiner Mutter erfuhr, dass sein Bruder eine zweite HPV-Impfung erhalten sollte, soll er sich zum Mord an der Mutter entschlossen haben. Der zur Tatzeit 20-Jährige legte zum Prozessauftakt ein Geständnis ab, wie ein Gerichtssprecher sagte. In dem Verfahren muss auch geklärt werden, ob der unter Wahnvorstellungen leidende Mann in der Psychiatrie untergebracht wird.

Quelle: ntv.de