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Der TagJusos erklären extremistische Bewegung zur "Schwesterorganisation"

30.11.2020, 18:35 Uhr

Die Jusos haben auf ihrem Bundeskongress die Jugendorganisation der palästinensischen Fatah-Bewegung als "Schwesterorganisation" bezeichnet. Dafür werden sie nun scharf kritisiert.

  • CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak schrieb auf Twitter: "Die Jusos auf der Seite von Extremisten! Für uns gilt: Wer das Existenzrecht Israels ablehnt, verlässt den gesellschaftlichen Konsens in Deutschland."

  • Junge-Union-Chef Tilman Kuban sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Fatah stehe "für Nationalismus und hat seit vielen Jahren den Terror unterstützt, auch der RAF". "Wer sich mit solchen Organisationen verbrüdert, braucht keine Sonntagsreden über Antisemitismus, Toleranz und Demokratie halten."

  • FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae twitterte: "Nur betretenes Schweigen vom Vorsitz der #Jusos. Äußerst bedenklich! Die Solidarisierung mit der #Fatah-Jugend macht ein erschreckendes Antisemitismusproblem bei der Nachwuchsorganisation der SPD deutlich."

Der SPD-Nachwuchs hatte kritisiert, dass es unter den Palästinensern Kräfte gibt, die jede Zusammenarbeit mit Israelis ablehnen. "Wir erkennen es hoch an, dass unsere palästinensische Schwesterorganisation der Fateh Youth sich auch im Angesicht dieser schwierigen Situation für eine friedliche und nachhaltige Lösung des Konflikts einsetzt", erklärten sie.

Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist die größte Organisation von Palästinensern. Sie herrscht seit 2007 nur noch in den nicht von Israel verwalteten Teilen des Westjordanlands. Aus dem Gazastreifen war sie von der radikalen Hamas vertrieben worden.

Quelle: ntv.de