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Der TagKampf um Wohlstandskrone - Baden-Württemberg fällt zurück

11.05.2026, 08:35 Uhr

Viele süddeutsche Regionen können sich laut einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wirtschaftlich im Deutschlandvergleich weiter behaupten - allerdings nicht alle. "Im jahrzehntelangen Wettlauf um die Wohlstandskrone in Deutschland fällt Baden-Württemberg zurück", sagt IW-Forscher Hanno Kempermann über das aktuelle Regionalranking, das dem "Spiegel" vorab vorliegt. Während Bayern mit Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Dienstleistungen breiter aufgestellt sei, müsse Baden-Württemberg "flächendeckend viel stärker mit der Krise in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Metallerzeugnisse kämpfen", sagt Kempermann. Deutlich wird dies bei einer Langzeitbetrachtung der alle zwei Jahre veröffentlichten Regionalrankings. Während Baden-Württemberg heute im Vergleich zu 2016 nur noch 19 statt damals 30 Regionen in den Top 100 hat, konnte Bayern seine Dominanz ausbauen. Der Freistaat stellt nun 58 statt 53 Regionen.

Für das Ranking wurden alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Zustands und der Aussichten untersucht. Um zu ermitteln, ob eine Region erfolgreich ist, haben die Forscher 14 Indikatoren in den drei Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität ausgemacht. Einigen, wie der gemeindlichen Steuerkraft, messen sie in ihrer Auswertung ein höheres Gewicht zu als etwa dem Vorhandensein naturnaher Flächen. Untersucht wurden unter anderem auch Alterung, Ärztedichte, Frauenerwerbstätigkeit oder die private Überschuldung.

Im Ranking dominieren neben bayerischen Regionen - darunter vor allem der Großraum München - auch das Rhein-Main-Gebiet mit dem Finanzplatz Frankfurt am Main. Laut IW gaben bei letzterem der starke Arbeitsmarkt und eine leistungsfähige Wirtschaft den Ausschlag. Zu den schwächsten Regionen zählt neben mehreren Ruhrgebietsstädten die thüringische Stadt Suhl.

Quelle: ntv.de