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Der Tag Kanadas Premier Trudeau wird auf Trump angesprochen - und sagt nichts

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick prägte einst den Satz: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Denn selbst ein Schweigen sendet eine Botschaft. Manchmal sogar eine sehr kraftvolle, wie nun Kanadas Premier Justin Trudeau unter Beweis gestellt hat.

  • Auf die Frage eines Journalisten nach einer Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen, reagierte der 48-Jährige auf einer Pressekonferenz mit rund 20 Sekunden Schweigen.
  • Trudeau schaute nach der Frage zunächst einfach nur konzentriert geradeaus und sagte nichts, dann wirkte es mehrfach so, als würde er zum Sprechen ansetzen, tat es aber nicht.
  • Schließlich sagte er in ernstem Tonfall: "Wir alle beobachten mit Entsetzen und Bestürzung, was in den USA passiert." Es sei Zeit für Einigkeit und Zeit zum Zuhören. Am Tag zuvor hatte Trudeau für sein Land bereits mehr Engagement im Kampf gegen Rassismus versprochen.

Das Verhältnis zwischen dem liberalen Trudeau und dem Republikaner Trump gilt übrigens schon lange als angespannt.

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Quelle: ntv.de