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Der TagKein Löwe, sondern Wildschwein im Süden Berlins? Kotanalyse liefert neue Erkenntnisse

24.07.2023, 14:39 Uhr

Sie war vergangene Woche wohl das wildeste Thema: die Löwensuche in den Wäldern Kleinmachnows im Süden Berlins. Perfekter Stoff für ein Sommerloch. Dennoch gab es eine großangelegte Suche, man weiß ja nie. Mittlerweile hat der Bürgermeister Kleinmachnows diese eingestellt, alles deute wohl auf ein Wildschwein, nicht auf eine Löwin hin. Neue Erkenntnisse dürfte die These jetzt zumindest weiter stützen. Eine vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersuchte Kotprobe soll laut einem Vorabbericht von einem Pflanzenfresser stammen, nicht von einem Fleischfresser. Die Gemeinde Kleinmachnow bestätigt das Ergebnis.

Ebenso heißt es von der Gemeindesprecherin Martina Bellack, dass eine entnommene Haarprobe ebenfalls nicht von einem Löwen stammen dürfte. "So wurde festgestellt, dass das einzelne aufgefundene Haar keine Eigenschaften hatte, die man von Katzenhaaren kenne. Es hatte eine Grundsteifigkeit, sprich, es ließ sich nicht verformen, sondern nahm immer wieder seine gebogene Form ein", schreibt sie in einer Mitteilung. "Es hatte außerdem ein zerfasertes Ende und war an seinem Anfang (Hautseite) dunkel (fast schwarz). Rein visuell spreche also bereits eine Menge dafür, dass es sich um ein Wildschweinhaar handelt, heißt es in dem Bericht."

Quelle: ntv.de